Süden von Bali und Nuss Penida

Indonesien soll bekanntlich schön zum tauchen sein, so hörten wir. Also sollte es nach Bali gehen, für ein bis zwei Wochen, im Süden von Bali angefangen. Dann wollten wir mit dem Zug nach Jakarta und wieder ausreisen. Nach Vietnam oder so. Aber irgendwie kam es dann doch anders und ganz schnell wurden aus ein bis zwei Wochen, vier!

Wie schon das Ein oder Andere Mal erwähnt stand Indonesien gar nicht auf dem Plan. Wir trafen schon in Neuseeland ein paar Menschen, die erzählten, sie würden lieber in Bali oder sonst wo in Indonesien tauchen, anstatt am Great Barrier Reef. Hmmm okay..?? Wir dachten das Great Barrier Reef sei DAS Gebiet zum tauchen überhaupt. Nein, es gäbe viel schönere Plätze, die bunter sind und wo mehr Fische leben. Das Great Barrier Reef haben wir uns trotzdem nicht nehmen lassen aber sind nun zum Vergleich tatsächlich nach Bali geflogen.

Ankunft in Denpasar, Süden von Bali

Wir sind ein weiteres Mal mit Jetstar geflogen. Die Fluggesellschaft bietet hier einen Direktflug von Cairns, Australien nach Denpasar, Bali an. So stiegen wir in den Flieger, bei Regen und dunklen Wolken hoben wir schließlich ab. Nach nur 4 Stunden landeten wir auf indonesischem Boden des internationalen Flughafen in Denpasar. Ausgestiegen, Gepäck geholt, alles da.. Puuuuuhhh. Das Airbnb ist schon gebucht, jetzt müssen wir nur noch irgendwie dort hin kommen. Aber wie? Wir liefen nicht lange aus den Gängen des Flughafen, schon hörten wir die Rufe „Taksi?“ und „Transport?“. Am Anfang war es schön, diese Rufe wieder zu hören, denn wir kannten das ja von Sri Lanka. Nach ein paar Minuten nervte es extrem. Alle rannten dir hinterher und versuchten dich auf irgendeinem Weg in sein Auto zu drängen. Nicht mit uns! Wir bestellten ein Uber-Taxi per App, welches aber auch nie ankam. Nach fast zwei Stunden diskutieren und so weiter, lernten wir einen scheinbar netten Taxifahrer kennen, der uns letztendlich zum Ziel brachte.

Schönes Zimmer im Nirgendwo

süden von bali Irgendwo in Denpasar, noch im Süden von Bali hatten wir unsere Unterkunft gebucht und sind schnell dort eingezogen. Es war richtig schön. Man durchlief ein Tor und stand im schön grünen Innenhof des Geländes. hier ging es in die einzelnen Zimmer und auch im oberen Stock hatte es welche. Wir bekamen eins oben. Es war spät und wir schliefen schnell ein. Am nächsten Morgen gab es Frühstück, welches das Beste in unseren vier Wochen Indonesien war.

Das Drumherum

Nach dem Frühstück wollten wir etwas die nähere Umgebung erkunden und danach natürlich noch etwas unsere Reise durch Bali planen. Zu diesem Zeitpunkt stand noch nicht zur Wahl, auf andere Inseln von Indonesien zu reisen. Jedenfalls liefen wir die Straße entlang und wollten eigentlich eine ganz bestimmte Eisdiele finden. Leider gab es keinen Weg dorthin, denn hier wurde wohl ein Haus platziert… Ob es diese Eisdiele überhaupt gab, fragen wir uns heute auch. Nun denn. Hier gibt es keine weiteren Hotels und auch keine Attraktionen für Touristen. Das war für uns eigentlich super, aber irgendwie war es doch etwas langweilig dort. Man konnte die Straßen auf und ab laufen, fand ein paar kleinere Läden und Restaurant, das wars dann aber auch. Entlang der Straße zu laufen war eher das Abenteuer, denn es gibt keinen Fußgängerweg und die Straßen sind gerade so breit wie zwei Autos nebeneinander. Ein Erlebnis.

Der Kindergarten

Süden von BaliNeben unserem AirBnb war ein Kindergarten, welchen wir uns kurz vor weiterreise noch angesehen haben. Die Mitarbeiter waren alle sehr freundlich und haben uns liebevoll empfangen. Wir sind ja spontan hin und sie haben uns spontan durch die Räume geführt und uns etwas am Geschehen teilhaben lassen. Es war schön, sich mit Kollegen zu unterhalten und sich über die unterschiedlichen Ansichten und Arbeitsweisen auszutauschen. Gerne hätten sie uns länger bei sich gehabt, aber die Betreuungszeiten waren dort sehr kurz. Die Kinder sind hier von 8 Uhr bis 11 Uhr morgens. Und es ist auch eher eine Schule anstatt ein Kindergarten. Es gibt jedoch eine Gruppe, in der ca. 12 Kinder im Alter von 1-3 sind. Danach gehts das Stockwerk hinunter in die Schule.

Weiterreise nach Ubud

Wir haben die ersten Tage etwas unsere Reise geplant und dabei einiges zusammengeschrieben, was wir sehen wollen. Also ging es zuerst nach Ubud, wo es einen Affenwald und Reisterrassen zu sehen geben soll. Die Fahrt dorthin war schon wieder aufregend. Wir warteten zwei Stunden auf den öffentlichen Bus, welcher uns nur 13km voran brachte. An der Bushaltestelle lernten wir jemanden kennen, der einen netten Eindruck machte und mit uns zufällig in die gleiche Richtung fuhr. Er erklärte uns auch, wie wir weiterfahren müssen usw. Irgendwann, nach 13km mussten wir umsteigen. Unsere Bekanntschaft organisierte uns Dreien ein sogenanntes Bemo, mit dem wir weiter fuhren. Weitere 10 Kilometer. Er meinte das sei sehr günstig und es würde nur 100.000 Rupiah kosten. So hatte er doch tatsächlich ein gewisses Vertrauen bei uns aufgebaut und uns am Ende direkt verar***t. 100.000Rp. für 10 Kilometer und vorher 3.500Rp. für 13km?! NÖ!

Ubud

Ein sehr sehr touristischer Ort, auch noch relativ im Süden von Bali. Uns hat es deshalb überhaupt nicht gut gefallen. Es reiht sich ein Hotel ans Andere, ein Restaurant ans Andere. Alle machen auf schick und nichts ist eigentlich so, wie wir es uns in Bali/ Indonesien vorstellen. Wir zogen in unser neues Zimmer, packten unsere Sachen und gingen auf Erkundungstour. Zum Affenwald sollte es gehen. Leider kostete dieser Eintritt. Es war zwar nicht viel, aber nur für Affen, die man sonst auch überall sehen wird, war uns das Geld zu schade. Also gingen wir einfach mal ein wenig um das Geländer herum und was sahen wir da?! Ein paar Affen und zwar kostenlos.

Des Weiteren wollten wir die berühmten Reisterrassen sehen. Dummerweise waren diese gar nicht in Ubud sondern 10 Kilometer weiter nördlich und man müsste sich einen Roller mieten oder so. Ehm Nö. Nicht in Asien. Nicht bei dem Verkehr.

Also suchten wir uns nur etwas zu Essen.

Restaurant? Nö. Zu teuer.

Wir gingen an der nächsten Kreuzung raus aus der Touristenstraße und fanden die ganzen Streetfood- Stände. Hier gab es für wenig Geld eine super gute Portion Nasi Goreng.

Weiterreise nach Nusa Penida

Süden von BaliEinen Tag später standen wir früh auf um den einzigen Bus zu bekommen, der an diesem Tag nach Padang Bai fuhr. Morgens um 7:30 verließ dieser Ubud und erreichte etwa eine Stunde später Padang Bai wo wir in die Fähre umsteigen mussten. Hier sprachen uns wieder etliche Fahrer und Bootsanbieter an, welche uns irgendwo hinbringen wollten. Wir mussten die Fähre nehmen. Die öffentliche selbstverständlich, denn wir wussten, dass diese im Vergleich zu den privaten Schnellbootanbietern, deutlich günstiger ist. Auch am Ticketcounter der offiziellen Fähre versuchten die Einheimischen einen noch abzufangen. Nicht mit uns. Und so nahmen wir zwei Stunden später die große alte Fähre für 31.000Rp anstatt das Schnellboot für 120.000Rp pro Person. Um 13 Uhr etwa waren wir dann auf der Insel Nusa Penida angekommen und mussten noch irgendwie weiterkommen, denn hier gab es keine schönen Unterkünfte und auch keine Möglichkeit zu Tauchen.

Tauchen bei Nusa Penida

Wir fanden unsere Unterkunft, zogen ein und buchten unsere Tauchgänge am nächsten Morgen. So schnell geht das natürlich nicht.. Bis wir entschieden haben, wohin wir gehen wollen und mit wem wir tauchen wollen, vergingen wieder ein paar Stunden, aber letztendlich haben wir es noch am gleichen Tag gebucht und super tolle neue Tauch- Erfahrungen gemacht.

Tauchen am Manta Bay

Zum Einen hatten wir einen Tauchgang am berühmten Manta Bay wo es, wie der Name schon sagt, Manta Rochen geben soll. Und tatsächlich sahen wir einen dieser gigantischen Meeresbewohner. Leider aber nur von der Rückseite. Aber trotzdem richtig genial dieses große flache Tier zu bestaunen.

Drift Dive

Zum Anderen hatten wir einen Drift Tauchgang. Das bedeutet du springst an Punkt A ins Wasser und treibst mit der teilweise starken Strömung zu Punkt B. Punkt B definiert sich dadurch, wie viel Luft du noch übrig hast, oder wann der Guide sagt, dass Ende ist. Es war jedenfalls eine starke Strömung und so sind wir abartig weit weg von Punkt A gewesen. Wir waren unter Wasser und mussten wirklich NICHTS tun außer ein klein wenig paddeln, denn die Strömung trieb uns schnell voran. Das ging so schnell vorüber, dass man erst mal damit beschäftigt war, sich der Strömung hinzugeben und sich damit wohl zu fühlen. Bis ich also ein Auge für die Unterwasserwelt hatte, dauerte ein wenig. Es war richtig schön. Richtig bunt und mit vielen Fischen. Diese teilweise überhaupt nicht von der Strömung beeindruckt.

Das Hotel

Süden von BaliWir kamen in einem wunderschönen kleinen Zimmer unter. Die Unterkunft war direkt an der Hauptstraße und relativ leicht zu finden. Betritt man das Gelände, wird man von einer großen Grünfläche überrascht. Büsche, Pflanzen, Bäume, Wiese und mitten drin ein Pool. Entlang der vier langen Mauern stehen einzelne Häuschen, welche die Zimmer der Gäste sind. Die Rezeption und Sitzgelegenheiten für Frühstück waren direkt neben dem Pool. Die Zimmer bestehen eigentlich nur aus einem großen Raum in dem ein Doppelbett steht und ein kleiner abschließbarer Schrank. Das Bad ist draußen, aber am Zimmer angeschlossen, also privat. Klimaanlage gab es auch und das Frühstück war auch in Ordnung. Wir würden dort jederzeit wieder hingehen.


Das war dann schon mal das erste Viertel der Zeit im Süden von Bali. Im weiteren Verlauf sind wir noch weiter in den Norden gefahren und waren wieder tauchen. Welche Tauchspots uns nun am besten gefallen haben und was wir noch so erlebten, kommt im nächsten Beitrag.

Alle Tipps und Informationen zu Reisen in unseren besuchten Ländern sammeln wir nun getrennt vom Blog aber wie gewohnt auf dieser Seite. Alle Unterkünfte, unsere Ausgaben, Transportmöglichkeiten usw. Zusammengefasst im jeweils farbig hinterlegten Land.

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