Die Pflicht erfüllen bis zum Abflug

Immer wieder die Kondensstreifen am Himmel. Diese Geräusche der Maschinen. Zwei sich bewegende blinkende Lichter am Nachthimmel. Den Blick direkt unter ein Flugzeug mit der Aufschrift „Emirates“. Die Vorbereitungen sind beendet. Jetzt könnten wir los… wäre da nicht…  die Pflicht… Zum Anlass einer kürzlich gestellten Frage, schreiben wir über „unsere juckenden Füße“

Wann geht es endlich los

Am 23. August 2017 beginnt unsere Weltreise. Der 16. August der letzte mit den Kindern. Der 17. August wird der letzte Arbeitstag vor der Reise sein. Dann werden die Rucksäcke gepackt und noch ein paar Dinge erledigt. Es besteht ja auch die Möglichkeit, dass wir kurzfristig noch etwas besorgen müssen. Dafür ist dann noch genug Zeit.

Nun kommt der Tag der Abreise immer näher und man könnte meinen, gleich geht es los. Wir haben nur noch wenige Dinge zu erledigen, da könnte man die Pflicht glatt ausblenden und nur noch die Freude auf den Tag der Abreise sehen.

Und wie fühlt man sich nun, so zwei Monate vor Abreise? 

Ehrlich gesagt schon ganz gut. Wir wollten ja unsere Sachen testen und schon mal einen Eindruck von Abreise gewinnen. Dafür wollten wir nach München und zum Bodensee für wenige Tage. Aber wirklich so gefühlt wie auf der großen Reise haben wir uns noch lange nicht. Die großen Rucksäcke waren nicht mal annähernd voll, da wir den Kurztrip aufgrund des Wetters gekürzt haben. Noch dazu wäre ein kleinerer Rucksack auf der Brust gekommen. – Der große Rucksack hinten auf dem Rücken und ein kleiner vorne auf der Brust als Handgepäck. Ja, so viel Zeug werden wir dabei haben. Aber wir sind halt auch ein ganzes Jahr unterwegs!

Immer wieder denken wir an die bevorstehende Reise und wie es wohl sein wird… Ein Jahr lang nur unterwegs. Nirgends wirklich Zuhause sein. Es ist auch ein komisches Gefühl dabei. Dennoch sind wir voller Vorfreude.

Sehen der Pflicht, trotz Vorfreude?

Man kennt es ja… Du arbeitest wochen-, monatelang durch und siehst dann in wenigen Wochen deinen Urlaub kommen. Meistens ist man dann ja auch körperlich am Ende und freut sich schon riesig, sich bald erholen zu können. Man wird träge und sieht nur noch Urlaub in den Augen. Auch die eigene Haltung morgens beim Aufstehen… Null Bock. So zwei Wochen vor dem wohl verdienten Urlaub begegnet man der ein oder anderen Unlust. Zwei drei Tage davor hingegen gehst du wieder fröhlich zur Arbeit, weil du weißt… GEIL … nur noch zwei Tage. ENDSPURT!!

Wie geht es nun uns, mit unserem einjährigen „Urlaub“?

Die Vorfreude spüren wir definitiv schon früher. So posten wir ständig die neue Zahl des Countdowns und freuen uns dass sie so schnell fällt. Viele von euch fiebern mit und fragen: „Und, wie viele Tage noch?“ „Waaas? Nur noch? Das geht jetzt aber schnell. Ein bisschen neidisch bin ich ja schon.“ (Trau dich!) Immer wieder wird man daran erinnert, wie schnell das jetzt geht. Viele fragen, wie weit wir mit den Vorbereitungen sind. Eigentlich auch schon fertig! Es könnte wirklich schon losgehen.

Aber es sind noch zwei Monate…

Darüber sind wir uns im Klaren und werden daher nichts anders machen als vorher. Wir stehen immer noch normal für unsere Arbeit auf und gehen pünktlich arbeiten. An dieser Haltung hat sich nichts geändert! Wir machen unseren Job gut und vor allem gerne.

Bald werden wir mit den Kindern unsere Abwesenheit besprechen. Manche von ihnen fragen schon nach, wann wir weg sind. Das Zeitgefühl haben die Kinder ja noch nicht. So wollte mich ein Junge, der nun in der Schule ist, ganz schnell besuchen, nachdem er erfuhr, dass wir ein Jahr weg sind.(David) Einen anderen Jungen aus unserer Gruppe beschäftigt das besonders und er fragt jedes Mal wenn wir Urlaub haben, ob wir uns danach wieder sehen. Das ist schon herzzerreißend. Aber für uns ein Zeichen, wir machen unseren Job wohl gut. Auch hier sehen wir deutlich, dass das ein Thema der Kinder ist und wollen es daher aufgreifen. Sich seiner Pflicht bewusst sein heißt also auch, seine Arbeit bis zum Schluss auszuführen wie bisher.

Bald ist unser Gruppenfest mit fast allen Eltern und Kindern der Gruppe. Damit gehen wir auch einen Schritt weiter in Richtung Weltreise. Es ist das Fest im Jahr, welches so das Ende des Kindergartenjahres zeichnet.

Und Zuhause?

Wir fühlen uns schon nicht mehr ganz Zuhause. Wir haben schon ein paar Dinge weggepackt, die wir in absehbarer Zeit nicht mehr brauchen. Der Sommer zieht uns sowieso in die Sonne und an den See. Zum Schlafen und Aufhalten sind wir Zuhause, aber wie zuvor erwähnt, könnten wir schon los.

Auch für Zuhause gibt es eine Pflicht bzw. mehrere. Das bekommen wir spätestens jeden Abend zu hören, wenn unsere lieben Katzen Hunger bekommen. Oder wenn nach wenigen Tagen der Boden voller Katzenhaare liegt oder der Müll zum runterbringen voll ist. Zumindest bei einem von uns sieht das Thema Katzen bald anders aus.

Davids Katzen ziehen demnächst zu seiner Mama um, wo sie dann ein Jahr sein werden. Das wird die nächste krasse Umstellung. Zum Glück können wir sie vor der Reise noch oft besuchen und uns davon überzeugen, dass es ihnen gut geht und sie gut angekommen sind.


 

Es juckt uns zwar in den Füßen, wie unsere Leitung zu sagen pflegte, jedoch machen wir unsere Arbeit weiterhin engagiert und gerne. Wir erfüllen unsere Pflicht gerne! Nicht immer stehen wir morgens fröhlich auf, aber das kennt sicher jeder und das hat auch nicht unbedingt etwas mit der Arbeit zu tun, oder das wir jetzt schon abreisen könnten.

Wir genießen unseren Job!

Falls du noch Fragen hast, schreibe es in die Kommentare!

 

Bis bald

David und Vanessa

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